Eine Herkunftsmutter
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Gästebuch

Gästebuch (Wikipedia): "Eine besondere Form des Hinterlassens von Nachrichten auf Websites, speziell von Kommentaren zur Website oder ihrem Thema."

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Christine
22.01.2012 18:03:21
Liebe Cornelia
Danke für deine tolle Webseite.
Auch ich wurde vor 30 Jahren opfer einer Zwangsadoption (allerdings nicht in der DDR, sondern in der BRD). Mein Sohn wurde mir(ich war damals gerade 16) vom JA weggenommen, weil meine Mutter behauptete, ich würde nicht gut für ihn sorgen. Sie hat mich damals gezwungen einer Adoption zuzustimmen. Nach langer Suche im Internet bekam ich dank sei einer Mitarbeiterin der TV Serie "Vermisst" Kontakt zum JA das damals die Adoption geregelt hat. Denen habe ich die Sachlage erklärt und sie haben sich bereit erklärt, mir zu helfen. Die JA Mitarbeiterin hat über die Adoptivmutter seine Adresse raus bekommen, sagt aber das sie mir die nicht direkt geben darf. Ich weiß auch, das er vor 16 Jahren bei meiner inzwischen verstorbenen Mutter zu besuch war. Leider konnte ich sie nie dazu bringen, mir zu erzählen, was damals alles gesagt wurde. Inzwischen ist der Kontakt zu meinem Sohn soweit hergestellt, das ich seit 3 Jahren regelmäßig Briefe ans JA schicke, welches sie dann an ihn auf seinen Wunsch hin weiterleitet. Aus irgend einem Grund hat er aber bis heute noch nie auf einen meiner Briefe reagiert, obwohl er jedesmal beim JA angibt, das er meine haben will. So langsam weiß ich nicht mehr, was ich ihm noch schreiben soll und ob es überhaupt noch Sinn macht, weiterhin auf einen Kontakt seinerseits zu hoffen. Ich weiß auch, das es für ihn nicht leicht ist, nach so langer Zeit etwas von mir zu hören, aber er ist doch inzwischen ein erwachsener Mann und könnte doch wenigstens auf irgendeine Weise wissen lassen ob er den Kontakt will.
lg Christine
Doro
02.12.2011 11:55:37
Liebe Cornelia


danke für Ihre Seite, sie ist interessant und gut gemacht.

Wir haben vor bald 2 Jahren drei Schwestern aus Russland adoptiert, die jetzt knapp 11, 8 1/2 und 5 1/2 Jahre alt sind.

Natürlich spielt im Familienalltag die Frage "Wo komme ich her, wer sind meine (biologischen) Eltern?" eine wichtige Rolle. Die Mädchen erzählen viel -Schönes und Schmerzliches -und wir sind froh über ihr Vertrauen.

Unsere Älteste hat mit der Herkunftsmutter sporadischen E-mail-Kontakt, und in ein paar Jahren wird sie - vielleicht auch mit ihren Schwestern - sicher einmal nach Russland fahren und versuchen, Frau A. und vielleicht auch andere Angehörige zu treffen. "Mama, aber du musst mitkommen", sagt unsere Grosse dann immer.

Ich glaube, für Adoptiveltern ist es besonders wichtig, nicht mit den Herkunftseltern in Konkurrenz zu treten und den Kindern keine Loyalitätsbezeugungen abzuverlangen. Die Kinder sollen beide Mütter, beide Väter lieben dürfen. Wenn das Kind positive Gefühle auch für seine Herkunftseltern hat, dann ist das doch gut für seine eigene seelische Gesundheit, und es kann dann seine eigene Biographie ohne dramatische Brüche entwickeln. Und die Gefühle für die Herkunftseltern sind ja nicht gegen uns als Adoptiveltern gerichtet.

Adoptivkinder haben eine besondere Familiengeschichte - und die ist so zu respektieren, wie sie nunmal ist. Wir erfahren auch im Familienalltag, dass es wichtig ist, neutral/positiv über die Herkunftseltern zu sprechen, aber auch nichts zu interpretieren.

Wie ist dieses "Dreieck" für die Herkunftsmutter? Bestimmt ist es brutal, seine Kinder auf einmal nicht mehr zu haben. Ich weiss auch nicht, wie ich mich in der Situation der Herkunftsmutter verhalten hätte - jung, allein,ohne Ausbildung, ohne Geld -,also steht es mir auch nicht zu, darüber zu urteilen.

Herzliche Grüsse,
Dorothea


Liebe Dorothea,

ich bin nicht grundsätzlich gegen Adoption, denn das dauerhafte Verpflanzen von Kindern in neue Familien wird immer nötig sein, aber ich bin absolut dagegen, dass man das so tut wie früher: die biologischen Eltern/Mütter werden wie Verbrecher behandelt und erfahren nichts mehr über ihre Kinder. Zum Glück ist das heute weitgehend nicht mehr üblich.

Es freut mich sehr zu hören, dass Sie ihren Kindern deren Herkunft nicht "klauen" und sie später dabei unterstützen wollen, wenn sie mehr über ihre Herkunft erfahren wollen. Ich hoffe sehr, dass die Herkunftseltern ihrer Kinder später auch offen für eine ev. Kontaktaufnahme sind, denn nichts ist schlimmer, als nach langen Jahren des Wartens wieder zurückgestossen zu werden.

Auch für manche Mütter ist es schwer, wenn ihre weggegebenen "Kinder" später nichts von ihnen wissen wollen.

Liebe Grüße,
Cornelia
Mirjam
22.07.2011 20:19:33
Ich bin seit 10 Monaten glückliche Adoptivmutter eines kleinen Mädchens aus Südafrika und finde es einfach nur traurig und auch sehr unfair, wie auf dieser Seite über die Themen "Ungewollte Kinderlosigkeit" und "Adoptiveltern" geurteilt wird!! (eigentlich kann man es nur "verurteilen" nennen) Mir selbst liegt es sehr fern, die leibliche Mutter meiner Tochter zu verurteilen - im Gegenteil, ich bin ihr einfach nur dankbar und werde sicher unserem Kind alles ermöglichen, um seine Wurzeln eines Tages zu finden.

Hallo Mirjam,
vielen Dank für das Feedback. Ich hoffe, dass Sie trotz Ihrer Kritik beachtet haben, dass es hier nicht um Schelte geht, sondern um Kritik am "System Adoption". Man muss sich nicht jede Jacke persönlich anziehen :-)
Da die Sicht der Herkunftseltern in der Öffentlichkeit bis heute kaum Beachtung findet, und wenn, dann nur eher negativ, ist diese Seite entstanden. Ich habe persönlich nichts gegen Ado-Eltern und kenne einige, die sehr verantwortungsvoll mit dem Thema Herkunft umgehen. Grundsätzlich bin ich aber der Meinung, dass viele Adoptionen voreilig oder völlig überflüssig zustande gekommen sind, und das gilt ganz besonders für Auslandsadoptionen aus Ländern, die bis heute noch nicht einmal der Haager Konvention beigetreten sind. Das trifft bei Südafrika ja nicht zu.
Ich möchte das Thema hier im Gästebuch nicht ausweiten, lade Sie aber gerne dazu ein per E-Mail weiter zu diskutieren. Wenn Sie Interesse daran haben, nutzen Sie einfach das Kontaktformular.
Viele Grüße,
Cornelia Oehlert  
claudia
23.06.2010 09:36:53
hallo bin zum 1.mal auf dieser seite gelandet u.hab von allen links hier ne menge erfahren.wußte nicht mal,dass es nicht legal sei ,nach dem kind zu suchen.mein sohn ist dieses jahr 18 geworden.über ju-amt weiß er ,,theoretisch,,dass ich kontakt zu ihm such,wenn auch nur um meine lage von damals zu erklären u.zu erfahren ob er es gut hat u.glücklich ist bei seiner familie usw.das ist das wenige was mich interessieren darf.sehr gern hätt ich kontakt zu ihm aber muss ja warten,bis er auf mich zukommt.so wurde es mir vom ju-amt erklärt.total bescheuert.einen volljährigen darf ich nicht suchen.seit seiner adoption steh ich ca.alle drei monate im kontakt mit ju-amt und warte,warte.das ist nun über 14 jahre her.der kommentar von einigen leuten hier ist so was von beschi....niemand,der solch einen akt jemals im leben über sich ergehen lassen musste ,hat ne ahnung wie es den menschen geht.liebe grüße...
Hallo Claudia,
auf deine Geschichte antworte ich dir auf anderem Weg.
Liebe Grüße, Cornelia
Anne Flock
01.06.2010 08:47:24
Liebe Cornelia, die Zeit heilt keine Wunden.
Sie verdeckt sie nur.
Die Narbe wird immer bleiben.
Aber alles braucht seine Zeit.
Ich glaube daran,
das deine Tochter irgendwann vor dir steht.
Das sie sich auf den Weg machen wird
um die Wahrheit zu suchen.
Du hast ihr das Leben gegeben
und egal was man ihr von dir erzählt,
in dem Augenblick wenn sie selber Mutter wird,
wird sie spüren welchen Verlust du leidest
und sie wird sich auf den Weg machen.
Verlerne nicht beim warten das warten.
In lieben Gedanken an dich (Sophie) Anne Flock
Anne Flock
11.05.2010 16:22:23
Nicht alle abgebenden Mütter erfahren die Gnade, die Sophies Mutter Margret zu Teil wurde. Als Sophie sich im Alter von 40 Jahren noch einmal auf den Weg begibt ihre leibliche Mutter zu suchen. Findet sie ihre Mutter auf dem schönen Schloss Merten an der Sieg. Margret tritt ihrer Tochter von der sie 36 Jahre zuvor getrennt wurde mit einem gekrönten Haupt entgegen. Sophies Mutter war eine Königin geworden und lebte seit 13 Jahre ein durch Medikamente beruhigtes Leben im Altenheim Schloss-Merten. Das Margret in ihrer 1. Ehe 4 Kinder hatte, die ihr abhanden gekommen waren, davon wusste bis zu diesem Zeitpunkt keiner der Altenpfleger etwas. www.adoptionsv.com Anne Flock
Sabine
20.09.2009 22:39:37
Liebe Cornelia,
ich bin ein Adoptivkind.Habe keinerlei Groll gegen meine leibliche Muttre, denn sie wird ihre Gründe gehabt haben und damals ( ca.1967)keine andere Möglichkeit gesehen haben. Ich habe sie kennengelernt, aber sie hat leider kein Interesse an mir. Nach langem Suchen, habe ich dennoch meine restliche Familie vor 3 Jahren treffen dürfen. Habe meine Wurzeln gefunden, weiß wo ich hingehöre.
Ich war nur aus einem Grund sauer auf meine leibliche Mutter : Sie hat gesagt, sie hätte mit der Vergangenheit abgeschlossen (ich bin da - wie kann sie da abschließen?)
Ansonsten - ich habe sie nie verurteilt und würde auch nie andere leibliche Mütter verurteilen.

Wenn Sie Hilfe bei Ihrer Seite brauchen, ich stehe Ihnen gerne zur Verfügung.
Alles Liebe
Sabine
Anja
13.04.2009 21:33:36
Hallo Conny!
Habe eben in Deine neue Hompage reingeschaut! Gefällt mir super gut! Toll vor allem für "uns"
Betroffenen. Mach weiter so! Wir bleiben in Kontakt.
Alles Liebe!
Anja aus Freiberg in Sachsen
maryanne
05.04.2009 10:42:49
Tolle Website - ich finde sie wichtig für alle, die mit dem Thema Adoption zu tun haben und wünsche dir viele Gäste und
weiterhin viel Erfolg mit "Wurzeln für Lisa"
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